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Wissenschaftliche Redlichkeit: Eigenständigkeit, Quellen und Zitate

Redlichkeit heißt, bei Schularbeiten ehrlich zu sein. Eigenständigkeit bedeutet: Die Ideen und Worte, die du abgibst, sind deine eigenen. Ein Plagiat liegt vor, wenn du fremde Worte oder Ideen als deine eigenen ausgibst. Um das zu vermeiden, wählst du verlässliche Quellen (bekannter Autor, Datum, Belege, passendes Thema), setzt wörtlich übernommene Stellen in Anführungszeichen, formulierst fremde Ideen mit eigenen Worten um (paraphrasieren) und gibst jede Quelle im Text und in einem Literaturverzeichnis am Ende an. Allgemein bekannte Fakten brauchen keine Quelle.

🎬 Geschichte Schritt für Schritt

  1. Das ist dein Aufsatz: ein Turm aus Ideen-Blöcken. Goldene Blöcke sind deine eigenen Ideen in deinen eigenen Worten. Das ist Eigenständigkeit.
  2. Diese roten Blöcke wurden aus einem Buch übernommen, ohne es zu sagen. Das ist ein Plagiat: fremde Arbeit, als deine ausgegeben.
  3. Wähle gute Quellen. Stelle vier Fragen: Wer hat es geschrieben, wann, gibt es Belege und passt es zum Thema? Drücke A, B oder C, um jede Quelle zu prüfen.
  4. Schreibe die roten Blöcke mit eigenen Worten um und füge die Quelle hinzu. Die Blöcke werden grün: ehrlich und vertrauenswürdig.
  5. Jede Quelle bekommt ein kleines Schild: Autor, Jahr, Titel. Am Ende deines Aufsatzes sammelst du alle Schilder in einem Literaturverzeichnis.
  6. Du bist dran. Drücke die Block-Knöpfe und mache jeden Block, der aus einem Buch stammt, grün. Deine eigenen Blöcke bleiben golden.

Tipp: Zieh die 3D-Szene, um sie zu drehen. Mit zwei Fingern zoomst du.

🤔 Häufige Zweifel, geklärt

Warum ist Eigenständigkeit wichtig?

Deine Arbeit zeigt, was DU verstehst. Ehrliche Arbeit ist fair gegenüber deinen Mitschülern und achtet die Menschen, die die Ideen zuerst hatten. Die goldenen Blöcke gehören dir.

Ist es ein Plagiat, wenn ich aus Versehen kopiere?

Es kann trotzdem ein Plagiat sein, auch wenn du es nicht wolltest. Deshalb notierst du die Quelle schon beim Lesen und setzt genaue Worte gleich in Anführungszeichen.

Woher weiß ich, dass eine Quelle verlässlich ist?

Frage, wer es geschrieben hat, wann, ob es Belege gibt und ob es zum Thema passt. Drücke A, B und C im 3D, um eine starke und eine schwache Quelle zu vergleichen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Zitat und einer Paraphrase?

Ein Zitat verwendet die genauen Worte in Anführungszeichen. Eine Paraphrase sagt dieselbe Idee in ganz neuen Worten. Beide brauchen eine Quellenangabe. Sieh dir an, wie die roten Blöcke grün werden.

Wohin kommt die Quellenangabe?

An zwei Stellen: eine kurze im Text, (Autor, Jahr), und die vollständigen Angaben im Literaturverzeichnis am Ende. Sieh dir das Schild und die Liste im 3D an.

Muss ich meine eigenen Ideen oder Allgemeinwissen belegen?

Nein. Nur Dinge, die aus einer Quelle stammen. Im freien Spiel bleiben deine goldenen Blöcke golden.

Eigenständigkeit: deine eigenen Worte und Ideen

Wissenschaftliche Redlichkeit bedeutet, beim Lernen ehrlich zu sein: Du machst deine Arbeit selbst und nennst die Quelle, wenn du etwas von anderen verwendest. Eigenständigkeit bedeutet, dass die Ideen, die Beispiele und die Worte in deiner Arbeit von dir sind oder klar als geliehen gekennzeichnet sind.

Warum das wichtig ist: Deine Lehrkraft sieht nur dann, was du wirklich verstehst, wenn du selbst schreibst. Ehrliche Arbeit ist fair gegenüber deinen Mitschülern und achtet die Menschen, die zuerst nachgedacht haben.

Was ist ein Plagiat?

Du darfst dir beim Lernen helfen lassen: Lass dir etwas erklären, schließe dann die Seite und schreibe es selbst.

Passende Quellen auswählen

Eine Quelle ist der Ort, woher du eine Idee oder einen Fakt hast: ein Buch, eine Webseite, ein Artikel, ein Interview, ein Video. Nicht jede Quelle ist gut. Prüfe sie mit vier Fragen:

  1. Wer hat es geschrieben? Eine genannte Person oder eine Organisation, die du überprüfen kannst und die sich mit dem Thema auskennt.
  2. Wann? Ist es aktuell genug für dein Thema? Alte Daten können heute falsch sein.
  3. Gibt es Belege? Zeigt der Text Zahlen, Verweise oder Experimente und nicht nur Meinung?
  4. Passt es zum Thema? Beantwortet es DEINE Frage, auf einem Niveau, das du nutzen kannst?

Frage dich auch: Warum wurde es geschrieben? Eine Seite, die etwas verkaufen will, lässt vielleicht Fakten weg. Nutze mehr als eine Quelle und prüfe, ob sie übereinstimmen. Schulbücher, Webseiten von Museen und Wissenschaftsbehörden sowie Artikel von genannten Fachleuten sind meist stark. Ein anonymer Beitrag ohne Datum und ohne Verweise ist schwach.

Quellen in Forschungsarbeiten zitieren

Zitieren heißt, klar zu sagen, woher eine Idee oder ein Fakt stammt. Das machst du an zwei Stellen.

Zitat, Paraphrase, Zusammenfassung

Was braucht keine Quelle? Dein eigenes Denken, die Ergebnisse deines eigenen Experiments und Allgemeinwissen, das jeder an vielen Stellen nachprüfen kann (zum Beispiel „Wasser gefriert bei 0 °C“). Wenn du unsicher bist, gib die Quelle an.

Deine Lehrkraft verlangt vielleicht einen Zitierstil (APA, MLA, Harvard und andere). Alle nennen dieselben Angaben, nur in etwas anderer Reihenfolge. Nimm den Stil, den du genannt bekommst, und bleibe dabei.

Probier es aus: der ehrliche Absatz

Schreibe drei Sätze zu einem Thema, das du magst, und nutze dafür ein Buch oder eine Webseite. Füge die Quellenangabe im Text hinzu und schreibe ein Literaturverzeichnis mit einer Zeile. Tausche mit einer Freundin oder einem Freund. Kann sie oder er deine Quelle anhand deines Eintrags finden? Schau im 3D die Teile des Schilds an: Autor, Jahr, Titel.

Wichtige Formeln und Definitionen

Gelöste Beispiele

1. Ursprüngliche Idee: „Flüsse tragen Erde von den Hügeln und lassen sie in den Ebenen liegen.“ (Mehta, 2020). Schreibe eine ehrliche Paraphrase.

Mehta (2020) erklärt, dass Flüsse Erde von hohem Land wegbewegen und auf tiefem, flachem Land ablagern. Die Worte und der Satzbau sind neu, und die Quelle ist genannt.

2. Ein Schüler schreibt den Satz oben genau so ab, ohne Anführungszeichen und ohne Namen. Was ist falsch?

Das ist ein Plagiat. Die Worte sind kopiert und es wird keine Quelle genannt. Behebe es mit Anführungszeichen und (Mehta, 2020) oder schreibe es mit eigenen Worten um und gib die Quelle an.

3. Du findest eine Seite „10 Geheimnisse des Wetters“ ohne Autor, ohne Datum und ohne Verweise. Solltest du sie benutzen?

Nein. Du kannst nicht erkennen, wer es geschrieben hat, wann und mit welchen Belegen. Nimm stattdessen die Seite eines nationalen Wetterdienstes oder ein Schulbuch für Naturwissenschaften.

4. Schreibe eine Quellenangabe: Autorin Anita Rao, Jahr 2021, Titel „How Bees Dance“, Webseite BeeNet.

Im Text: (Rao, 2021). Literaturverzeichnis: Rao, A. (2021). How bees dance. BeeNet.

5. Brauchen diese eine Quellenangabe? (a) Wasser gefriert bei 0 °C. (b) Die Volkszählung von 2011 zählte in Indien etwa 1,21 Milliarden Menschen.

(a) Nein: Allgemeinwissen. (b) Ja: Es ist eine genaue Zahl aus einer Quelle. Nenne den Bericht zur Volkszählung.

6. Dein Cousin bietet an, deinen Aufsatz zu schreiben. Du willst ihn abgeben. Ist das eigenständige Arbeit?

Nein. Eigenständige Arbeit machst du selbst. Einen fremden Text abzugeben ist unehrlich, auch wenn der andere einverstanden ist. Bitte deinen Cousin, dir das Thema zu erklären, und schreibe dann selbst.

Häufige Fehler

Übungsquiz

1. Ein Plagiat ist:
2. Welche ist eine starke Quelle für ein Schulreferat?
3. Genau kopierte Worte müssen in ... stehen:
4. Eine Liste aller Quellen am Ende deiner Arbeit heißt:
5. Welcher Fakt braucht keine Quellenangabe?

Üben: Beantworte diese selbst

Tippe oder wähle deine Antwort und drücke dann Prüfen. Nutze einen Tipp, wenn du nicht weiterkommst; die ganze Lösung erscheint nach deiner Antwort.

Häufig gestellte Fragen

Was ist wissenschaftliche Redlichkeit?

Sie bedeutet, beim Lernen ehrlich zu sein: die eigene Arbeit selbst zu machen, Quellen fair zu nutzen und den Menschen, deren Worte und Ideen du verwendest, die Anerkennung zu geben.

Wie vermeide ich ein Plagiat?

Schreibe aus deinem Verständnis, setze genaue Worte in Anführungszeichen, formuliere fremde Ideen mit eigenen Worten um und gib jede Quelle im Text und im Literaturverzeichnis an.

Muss ich alles belegen?

Nein. Eigene Ideen und Allgemeinwissen musst du nicht belegen. Du belegst Zitate, Ideen anderer Menschen, Daten, Bilder und alles, was du in einer Quelle gefunden hast.

Als Nächstes lernen