Sich selbst und andere respektieren
Jeder Mensch ist anders: im Aussehen, in der Sprache, in den Fähigkeiten, in der Familie und in der Meinung. Respekt heißt, jeden Menschen als wichtig zu behandeln, auch wenn wir nicht einer Meinung sind. Respekt zeigt sich in kleinen Dingen: zuhören, nicht hänseln, keine Schimpfnamen benutzen, Danke sagen, Versprechen halten.
Gute Beziehungen (zu Familie, Freunden und Lehrern) wachsen durch Vertrauen, Ehrlichkeit und Freundlichkeit. Lerne, höflich „Nein“ zu sagen, wenn sich etwas falsch anfühlt.
Jungen und Mädchen: Verständnis und Zusammenarbeit
Jungen und Mädchen haben die gleichen Rechte und den gleichen Wert. Sie können gleichermaßen lernen, spielen, führen und für andere sorgen. Zusammenarbeit heißt, Aufgaben fair zu teilen: Keine Arbeit ist nur „für Mädchen“ oder nur „für Jungen“. Achtet gegenseitig auf eure Privatsphäre und Gefühle und lacht nie über den Körper oder die Veränderungen eines anderen. Wenn dich jemand unangenehm berührt oder bedrängt, sprich mit einer erwachsenen Vertrauensperson.
Andere Länder und Kulturen verstehen
Die Welt ist voll von verschiedenem Essen, verschiedenen Sprachen und Festen. Völkerverständigung heißt, neugierig und respektvoll darauf zu schauen. Wir können durch Brieffreunde, Online-Austausch zwischen Schulen, Gastschüler, Kulturfeste, Sprachen und Sport lernen. Dabei merken wir: Menschen überall haben dieselben Bedürfnisse, nämlich Familie, Essen, Freundschaft und Spaß. So zu lernen nimmt Angst und Vorurteile.
Sorgen in der Pubertät
In den Teenagerjahren ist es normal, sich Sorgen um Aussehen, Noten, Freunde, die Zukunft und Stimmungsschwankungen zu machen. Diese Gefühle sind häufig und keine Schwäche. Das hilft:
- Sprich mit einem Elternteil, Lehrer, Berater oder Freund, dem du vertraust.
- Gib der Sorge einen Namen und teile sie in kleine Schritte auf.
- Achte auf deinen Körper: Schlaf, Essen, Bewegung.
- Tu jeden Tag etwas, das dir Freude macht.
Wenn Traurigkeit oder Angst Wochen anhalten oder du daran denkst, dir wehzutun, such dir heute Hilfe bei einem Erwachsenen oder einer Beratungshotline.
Das Leben schützen: gesunde und sichere Gewohnheiten
Das Leben ist kostbar, deshalb schützen wir es.
- Schlaf: Jugendliche brauchen meist 8 bis 10 Stunden.
- Essen und Trinken: Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreide, weniger Süßes und Frittiertes und sauberes Wasser.
- Bewegung: an den meisten Tagen mindestens eine Stunde.
- Sicherheit: Helm oder Sicherheitsgurt tragen, Verkehrsregeln beachten, Ausgang und Notrufnummer kennen und im Netz nie Passwörter oder private Fotos weitergeben.
- Schaden vermeiden: Sag Nein zu Tabak, Alkohol und anderen Drogen.
Probiere es aus
Im 3D: Tippe im letzten Schritt auf jede Gewohnheit, bis alle vier Türme voll sind (20 von 20). Zu Hause: Schreibe eine Woche lang jeden Tag auf: Stunden Schlaf, Gläser Wasser, Minuten Bewegung und eine nette Tat. Such dir am Ende der Woche die schwächste Gewohnheit aus und mach einen kleinen Plan, sie zu verbessern.
Wichtige Formeln und Definitionen
- Wichtige Begriffe: Pubertät, Respekt, Gleichberechtigung, Zusammenarbeit, Kulturaustausch, Stress, gesunde Gewohnheiten, Sicherheit
- Schlaf im Teenageralter: etwa 8 bis 10 Stunden pro Nacht
- Bewegung: etwa 60 Minuten an den meisten Tagen
- Schritte bei Sorgen: Benennen → Mit jemandem sprechen → Kleinen Plan machen → Auf den Körper achten
Gelöste Beispiele
1. Ein Jugendlicher schläft an Schultagen 7 Stunden, braucht aber 9 Stunden. Wie viele Stunden fehlen ihm in 5 Schulnächten?
9 − 7 = 2 Stunden pro Nacht. 2 × 5 = 10 Stunden fehlen in der Woche.
2. Du bewegst dich 6 Tage lang jeweils 25 Minuten. Reicht das, um in der Woche 150 Minuten zu erreichen?
25 × 6 = 150 Minuten. Ja, genau 150 Minuten.
3. Ein Club hat 20 Mitglieder, davon 12 Mädchen. Wie viel Prozent sind Jungen?
Jungen = 20 − 12 = 8. 8 ÷ 20 × 100 = 40 %. Beide Gruppen sollten gleich viel mitreden dürfen, egal wie groß sie sind.
4. Ein Freund sagt: „Mädchen können nicht gut Fußball spielen.“ Wie antwortest du respektvoll?
„Jeder kann mit Übung gut Fußball spielen. Lass uns zusammen spielen und sehen.“ Das zeigt Respekt und Gleichberechtigung.
Häufige Fehler
- Zu denken, „anders“ heiße „besser“ oder „schlechter“. Verschiedene Menschen sind gleich viel wert.
- Eine große Sorge wochenlang geheim zu halten. Sprich mit einem Erwachsenen, dem du vertraust.
- Jede Nacht zu wenig zu schlafen, um lange zu lernen. Ein müdes Gehirn lernt weniger.
- Ein Passwort oder ein privates Bild mit einem Freund zu teilen. Privates bleibt privat.